Feuerbrand


Wissenschaftl. Bezeichnung:
Erwinia amylovora

Art:
Krankheiten

Allgemeine Bedeutung:

Schadbild:
Blätter, Blüten und Früchte verfärben sich dunkelbraun bis schwarz, sehen versengt aus. Hakenartiges Krümmen der erkrankten Triebspitzen. Laub vertrocknet und Früchte schrumpfen mumienartig ein. Bei hoher Luftfeuchte treten milchige, zähflüssige Tropfen (Exsudat, Bakterienschleim) aus erkrankten Zweigen aus.

Biologie:
Bakterienkrankheit
Die Bakterien infizieren die Bäume über die Blüte, Wunden und natürliche Eintrittspforten, wie Stomata und Lentizellen. Optimaltemperaturen für den Exsudatausstoß liegen bei 18°C, an sonnigen Tagen mit Temperaturen um 20-30°C rasche Verbreitung durch Blattläuse.

Bakterium überwintert in holzigen Trieben. Mit beginnendem Saftanstieg, bei feucht- warmer Witterung, tritt der Bakterienschleim aus, welcher durch Insekten und Regentropfen verbreitet wird.Die Krankheit breitet sich rasch aus.

Bekämpfung:
Feuerbrandprognose nach ©Maryblyt TM
Das Simulationsmodell zur Feuerbrandprognose MaryblytTM gibt an, wann günstige Bedingungen für den Erreger des Feuerbrandes herrschen und wann nach einer erfolgreichen Infektion mit Symptomausprägung gerechnet werden muss.Das Modell sagt nichts darüber aus, ob der Feuerbranderreger tatsächlich im Bestand vorhanden ist. Vielmehr können die Ergebnisse nur eine Orientierungshilfe bei der Bestandesführung sein. Bei erfüllten Infektionsbedingungen sollte auf jeden Fall auf die Beratungshinweise der Staatlichen Beratung Rheinland-Pfalz geachtet werden!
Die größte Gefahr besteht während der Blütezeit, doch auch nur dann, wenn ein wetterbedingtes Infektionsrisiko gegeben ist. Hierzu gerade zur Blütezeit unbedingt Warndiensthinweise und telefonischen Auskunftgeber beachten!



Bilder:





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